Ausländische Kredite

Die Richtlinien für eine Kreditvergabe in Deutschland sind recht streng. Neben einem der Kreditsumme entsprechenden Einkommen muss der Kreditnehmer auch noch eine gute Bonität haben. Die Banken überprüfen zu diesem Zweck die Angaben bei der Schufa. Schon ein negativer Eintrag kann ausreichen, dass ein Kredit von der Bank verweigert wird. Für die Betroffenen bleibt dann nur noch der Weg zu einer ausländischen Bank. Doch auch hier müssen die Kreditnehmer bestimmte Eigenschaften mitbringen, damit es zu einer Kreditzusage kommt.

Die Voraussetzungen für einen ausländischen Kredit

Nur ein sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer bekommt einen Kredit von einer ausländischen Bank. Freiberufler, Selbstständige oder sogar Arbeitslose bekommen keine Kreditzusage. Außerdem sollte der Kreditsuchende bereits seit mindestens einem Jahr beim Arbeitgeber beschäftigt sein. In manchen Fällen genügt auch eine Betriebszugehörigkeit von einem halben Jahr. Große Sprünge kann der Kreditnehmer aber nicht machen, die die Höchstkreditsumme, die ausländische Banken vergeben, beträgt 5.000 Euro. Der Antragsteller muss außerdem seinen Wohnsitz in Deutschland haben und muss mindestens 18 Jahre alt sein.

Wie beantragt man einen ausländischen Kredit?

Im Internet gibt es zahlreiche Vermittler, die sich um die Abwicklung eines solchen Kredites kümmern. Eine persönliche Vorsprache bei der ausländischen Bank entfällt. Alle notwendigen Unterlagen müssen dem Finanzdienstleister übersandt werden. Dieser prüft alles und übermittelt das dann der Kredit gebenden Bank. Die Banken, die zu einem Kredit bereit sind, haben in der Regel ihren Sitz in Liechtenstein oder in der Schweiz.

Als Nachweis über die berufliche Situation werden eine Kopie des Arbeitsvertrages und die letzten drei Einkommensnachweise verlangt. Liegen bereits Lohn- oder Gehaltspfändungen vor, gibt es keinen Kredit von einer ausländischen Bank. Ebenso sieht es mit einer eidesstattlichen Versicherung aus. Es wird zwar nicht die Schufa überprüft, aber die Einträge im Schuldnerregister beim für den Wohnort zuständigen Amtsgericht.

Vorsicht vor dubiosen Angeboten

Leider gibt es auch hier windige Geschäftemacher, die die Not der Menschen nur ausnutzen wollen. Ein Kreditvertrag kommt dabei nicht zustande. Deshalb sollten die Angebote für einen ausländischen Kredit genau geprüft werden, denn unseriöse Angebote erkennt man schnell.

Ein gutes Beispiel für ein unseriöses Angebot ist die Vorkasse. Wird Vorkasse oder eine Nachnahmelieferung für Unterlagen verlangt, dann handelt es sich in den meisten Fällen um Abzocke. Genauso verhält es sich, wenn ein Vertreterbesuch angekündigt wird oder wenn vor der Kreditzusage der Abschluss einer Versicherung verlangt wird. Eine Anfrage für einen ausländischen Kredit kostet nicht. Erst bei einer erfolgreichen Vermittlung bekommt der Finanzdienstleister eine Provision vom Kreditnehmer, die in aller Regel bereits in die Kreditsumme mit eingerechnet wird. Der Kreditbetrag wird dann auf das Konto des Kreditnehmers überwiesen. Auf Wunsch erfolgt aber auch eine Barauszahlung durch den Postboten. Das ist dann sinnvoll, wenn die Hausbank nichts von einem Kredit erfahren soll. Grundsätzlich erfolgt nämlich keine Meldung an die Schufa.

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