Kredite in schwierigen Fällen

Was bedeutet „Kredit in schwierigen Fällen“?

Im Normalfall geht jemand, der einen Kredit benötigt, zu seiner Hausbank und lässt sich bezüglich möglicher Kreditsummen und Zinsen beraten. Hier ist es wichtig zu wissen für was der Kredit benötigt wird (Umschuldung, Unternehmensgründung, Konsumentenkredit, Autokredit), denn die Zinsen variieren bereits bei der Form des Darlehens. Doch was passiert wenn die Bank nun einen Kredit ablehnt, zum Beispiel aufgrund einer negativen Schufa? Dann bleibt nur die Möglichkeit sich an einen Kreditvermittler zu wenden oder direkt an Banken welche sich auf diese Fälle spezialisiert haben.

Wann ist meine Schufa negativ?

Eine negative Schufa entsteht aufgrund vieler unterschiedlicher Merkmale. Wenn noch nie ein Kredit aufgenommen wurde und es noch nie zu Schwierigkeiten kam kann man von einer positiven Schufa ausgehen. Ein ordentlich zurückbezahlter Kredit wirkt sich jedoch noch besser auf die Schufa aus als gar keinen Kredit gehabt zu haben. Rücklastschriften (zum Beispiel am Ende des Monats die Telefonrechnung oder ähnliches) können jedoch bereits zu Negativeinträgen führen. Auch ist der Wohnort wie auch ein Wohnortwechsel (Häufigkeit) ein Kriterium zur Feststellung des sogenannten Basisscores.

Banken legen großen Wert auf eine positive Schufa und in aller Regel können Banken bei Negativeinträgen aufgrund der Geschäftsbedingungen keinen Kredit genehmigen. Dabei ist es egal ob man bereits seit vielen Jahren Kunde einer Bank ist.

An dieser Stelle springen die Kreditvermittler oder auch ausländische Banken (zumeist schweizerische Banken) ein, welche geringere Auflagen zu erfüllen haben als die deutschen Kreditinstitute.

Vor- und Nachteile, Ablauf

Ein zumeist gegebener Nachteil ist ein höherer Zinssatz. Die Banken lassen sich das vermeintlich größere Kreditausfallrisiko natürlich bezahlen. Die Zinsen variieren zwischen 4,9% und 16,9% je nach Höhe, Laufzeit und Tilgung des Darlehens.

Wenn Interesse an einem Kredit besteht sobald die Hausbank abgelehnt hat, ist das Internet ein erster, guter Ansprechpartner. Unter Suchbegriffen wie „Schweizer Kredit“ oder „Kredit ohne Schufa“ gibt es zahlreiche Angebote. Vorsicht sollte man jedoch walten lassen, wenn Kreditvermittler werben. Ein Kreditvermittler kassiert nicht nur eine hohe Provision, manchmal muss sogar im Voraus ein gewisser Geldbetrag (100,- bis 250,- und höher) bezahlt werden. Bei Kreditnehmern die vermutlich sowieso schon in einem finanziellen Engpass stecken, ist das eine große Hürde und in der Regel auch nicht erforderlich.

Sinnvoller ist es sich im Internet direkt an die jeweiligen Banken zu wenden und sich persönlich ein individuelles Angebot erstellen zu lassen. Für die Genehmigung des Darlehens reicht es aus die Kopie des Personalausweises, die letzten drei Gehaltsabrechnungen und das Kreditangebot unterschrieben zurückzusenden. Dies geschieht meist im Zusammenspiel mit dem sogenannten „Postident“ verfahren, bei dem man sich in einer Postfiliale identifizieren lässt. Manche Banken bieten sogar eine Postbare Auszahlung an, insofern kein eigenes Konto angegeben werden kann.

Wenn das Darlehen dann ausbezahlt ist, wird dieses monatlich ganz normal getilgt. Gerät man in Rückstand mit der Tilgung, sollte schnell mit dem Kreditgeber gesprochen werden, da die Banken in solchen Fällen sehr schnell die Forderung an Inkassounternehmen weitergeben. Die Rückzahlung des Darlehens „in schwierigen Fällen“ sollte also jeden Monat während der Laufzeit absolute Priorität haben.

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